06.05.2006 - Quelle/Text: Sonstiges/Eigenes Material
Erwin Wagenhofer hat sich auf die Spur unserer Lebensmittel gemacht. Sie
hat ihn nach Frankreich, Spanien, Rumänien, Brasilien und zurück nach
Österreich geführt. Es ist ein Film über Ernährung und Globalisierung,
Fischer und Bauern, Fernfahrer und Konzernlenker, Warenströme und
Geldflüsse – ein Film über den Mangel im Überfluss.
Tag für Tag wird in Wien gleich viel Brot entsorgt, wie Graz verbraucht. Auf rund 350.000 Hektar, vor allem in Lateinamerika, werden Sojabohnen für die österreichische Viehwirtschaft angebaut, daneben hungert ein Viertel der einheimischen Bevölkerung. Jede Europäerin und jeder Europäer essen jährlich zehn Kilogramm künstlich bewässertes Treibhausgemüse aus Südspanien, wo deswegen die Wasserreserven knapp werden.
Der Film gibt in eindrucksvollen Bildern Einblick in die Produktion unserer Lebensmittel sowie erste Antworten auf die Frage, was der Hunger auf der Welt mit uns zu tun hat. Zu Wort kommen neben Fischern, Bauern, Agronomen, Biologen und Jean Ziegler auch der Produktionsdirektor des weltgrößten Saatgutherstellers Pioneer sowie Peter Brabeck, Konzernchef von Nestlé International, dem größten Nahrungsmittelkonzern der Welt.
Der Film will die Revolution in den Köpfen
"We feed the world" verfolgt ein einfaches, wenngleich großes Ziel: Er will Zusammenhänge aufzeigen und die "Revolution in den Köpfen". "Ganz egal ob der Einkauf von Lebensmitteln aus der Region, ein Protestbrief gegen die Gentechnikvorhaben der Bundesregierung oder ob Sie sich einer lokalen Initiative anschließen: Nicht fragen, was kann ich tun, sondern einfach tun!", forderte Wagenhofer auf. Jede und Jeder hat es in der Hand, beispielsweise beim Einkaufen: Brauche ich unbedingt Erdbeeren im Februar oder greife ich lieber zum Apfel, der im Februar ebenfalls aus regionaler Lagerhaltung erhältlich ist. Jede und jeder könnte seine Bio-Lebensmittel von Produzenten aus der Region und nach Saison kaufen. Der Einstieg auf Platz 13 der deutschen Kinocharts und die über 190.000 Besucher in Österreich zeigen, dass der stille politische Dokumentarfilm und das Thema Nahrungsmittelproduktion gefragt sind.
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gibt es irgendwelche wissenschaftliche hinweise darauf, dass jemals ein tier an gentechnisch manipulierten futterpflanzen erkrankt oder gestorben ist ?
annekathrin, 23.05.2006 18:21:44 Kommentar zum Artikel von: dialog4u, 13.05.2006 18:11:04
Vor einiger Zeit habe ich in diesem Buch (Manfred Grössler (Hrsg.): Gefahr Gentechnik. Concordverlag 2005.
ISBN: 3950188711) einen Artikel eines Landwirtes, der gentechnisch veränderte Futterpflanzen gefüttert hat, gelesen.
Dieser Landwirt war zu Beginn sehr begeistert, doch mit der Zeit haben sich seine Tiere verändert und einige sind auch verendet.
Leider habe ich das Buch verliehen, so dass ich das nicht genau schreiben kann, doch in meiner Erinnerung hat dieser Landwirt einige Untersuchungen durchführen lassen.
Vielleicht könnten Sie sich das Buch im Laden bestellen und den Artikel lesen. Das Buch lohnt überhaupt in der Anschaffung.