26.06.2006 - Quelle/Text: Sonstiges/Eigenes Material
Der seit Wochen im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet umherstreunende Bär ist in der Nacht zu Montag in der Nähe des Spitzingseegebiets im Landkreis Miesbach von Jägern erschossen worden.
Der Bär sei gegen 4:50 Uhr in der Nähe der Rotwand erlegt worden, bestätigte ein Sprecher des bayerischen Umweltministeriums. Nach wochenlangen vergeblichen Versuchen, das Tier lebend zu fangen, war "Bruno" zu Wochenbeginn wieder zum Abschuss freigegeben worden. Laut Informationen des Bayerischen Rundfunks wurde der seit Wochen im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet umherstreunende Bär von Jägern des Weilheimer Landratsamtes erlegt.
Erstmals seit 170 Jahren wanderte ein Bär wieder nach Deutschland. Nun wurde er abgeschossen.
Erst am Samstag war die Abschussgenehmigung für den Bären erneuert worden, nachdem alle Versuche, ihn lebend zu fangen, gescheitert waren. Wieder Radiosender SWR3 berichtet, hätte der Bär eigentlich erst ab morgen in Bayern abgeschossen werden dürfen. In Österreich galt die Genehmigung seit heute.
Spürteam stellte Suche am Freitag ein
Ein eigens angereistes finnisches Jagdteam mit seinen auf Bären spezialisierten Spürhunden hatte bereits am Freitag die Suche eingestellt und war abgereist.
Am Samstag war das Tier mehreren Mountainbikern begegnet. Sie sahen ihm zu, wie er durch den Soinsee im Landkreis Miesbach schwamm. Danach wurde er von drei Wanderern dabei beobachtet, wie er ins Gebirge aufstieg.
Bär hatte angeblich keine Scheu vor Menschen
Das Tier war von den Behörden als "Problembär" eingestuft worden, weil er die natürliche Scheu vor von Menschen bewohnten Gebieten verloren hatte.
Gegenteilig äußerte sich der Wirt des 1700 Meter hoch gelegenen Rotwandhauses, wo der Bär am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr wenige Meter an der Hütte vorbei marschiert war. Die Gäste hätten gerade beim Abendessen gesessen, sagte Hüttenwirt Peter Weihrer der dpa. "Ich habe die Leute beruhigt und gebeten, nicht aus dem Haus zu gehen." Schließlich sei er selbst vor die Türe gegangen und habe den Bären angeschrien, der daraufhin geflüchtet sei. "Er hat vor uns Angst gehabt."
300 Kilometer zurückgelegt
Mehrere Wochen lang riss der Bär in der Grenzregion immer wieder Schafe, plünderte Bienenstöcke, tötete Hühner und Zuchttauben. In den vergangenen Wochen legte Bruno Ministeriumsangaben zufolge mehr als 300 Kilometer zurück und durchstreifte eine Fläche von 6000 Quadratkilometern.
"Bären der Welt, meidet Bayern"
Naturschützer kritisierte den Abschuss scharf. Der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl, sagte in einem ZDF.Heute-Bericht: "Ich bin tief traurig darüber." In anderen Ländern lebten Bär und Mensch friedlich zusammen. "Nur in Deutschland wird er liquidiert." Braunbären könnten mit geeigneten Maßnahmen aus den Siedlungen vertrieben werden.
"Bären der Welt, meidet Bayern", sagte Weinzierl. Die Jugendorganisation des Bund Naturschutz (BN) in Bayern sprach von einer "Tragödie für den bayerischen Naturschutz" und warnte: "Der nächste Bär kommt bestimmt." Bis dahin müssten die Behörden sich besser vorbereiten.
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Mit Bestürzung habe ich den Abschuß des Braunbären "JJ1" vernommen.
Da muß man sich ja schämen bayerischer Staatsbürger zu sein (mit einem Raubtier im Wappen).
Der Trophäenjäger hat es aber bestimmt auch nicht leicht, da es sicher Leute gibt, die nicht nur, wie ich, mit Betrübnis reagieren, sondern sich den Namen etwas "kosten" lassen.
martin.ohl, 26.06.2006 15:28:37
Dieser Text enthielt ggf. unerlaubte Wörter - diese wurden entfernt: heute vormittag an den bayr. umweltminister gesandt:
"sehr geehrter herr dr. schnappauf,
soeben erreicht mich via internet die nachricht des todes des ersten in deutschland wieder frei lebenden bären, genannt jj1 oder auch bruno.
erschossen – oder besser ermordet – durch trophäenlustige jäger, freigegeben zum abschuss durch sie!
an dieser stelle weise ich darauf hin, dass ihnen mit diesem schreiben kein notorischer umweltaktivist schreibt, sondern ein normaler bürger, der über dieses unrecht, zugelassen durch ihre entscheidung, äußerst empört ist!
jahrelang wurde versucht, bären in europa wieder anzusiedeln, züchtungen und auswilderungen wurden vorgenommen, um dann den ersten frei lebenden bären kurz nach erscheinen in deutschland als vermeintliche gefahr für die menschheit zu töten.
hierbei ging ein – mittlerweile seltenes – tier zugrunde, das bisher dem menschen nicht gefährlich wurde, im gegenteil, der mensch interessierte ihn herzlich wenig.
die möglichkeit den bären zu töten, macht ebenfalls deutlich, dass es auch möglich gewesen wäre, das tier zu betäuben und in einen wildpark zu verbringen.
das gesamte vorgehen verdeutlicht auch, dass der abschuss das einzig angestrebte ziel war, lediglich die allgemeinen proteste nach ihrer ersten abschussfreigabe im mai bewegten sie dazu, vorübergehend einer fangaktion zuzustimmen, die offensichtlich äußerst halbherzig durchgeführt wurde.
ihr gehör galt ausschließlich der jagdlobby und landwirten, die nicht fähig waren, ihre tiere durch elektrozäune vor dem bären zu schützen.
das beispiel Österreich zeigt, dass landwirte durch finanziellen ausgleich entschädigt werden können und dass bären durchaus in einem dicht besiedelten land ohne schäden am menschen leben können.
diesen erfahrungswerten verschlossen sie sich völlig bei ihrer entscheidung zum abschuss.
für die natur, für die menschen und für bayern ist dieser tag ein äußerst schlechter tag.
bleibt zu hoffen, dass sie, der entscheider dieser situation, genügend protest ernten, dass ggf. sogar jemand die energie aufbringt, juristisch gegen sie vorzugehen, sodass wir zukünftig traurige botschaften dieser art nicht mehr erdulden müssen!
möge sie dieser bär in ihren träumen verfolgen!
[+++++] ohl"
petromaxe, 26.06.2006 16:25:14
Der Abschuß war sicherlich eine unpopuläre Maßnahme, jedoch meiner Meinung nach ZWINGEND erforderlich. Hätten erst Menschen zu Schaden kommen müssen, um einen Sinneswandel bei allen sicherlich in guter Absicht handelnden Naturschützern zu bewirken? Bruno war kein Puschelbär, sondern ein nicht berechenbares Großraubtier... Bei dem Schützen bedanke ich mich im Namen derer, die eine zukünftige Begegnung mit JJ1 möglicherweise mit ihrem Leben bezahlt hätten, sorry, meine Meinung.
Purzel, 26.06.2006 16:31:04
Ich bin entsetzt und tieftraurig über den Tod von Bruno, dem armen Bären, der es als erster seiner Gattung nach Jahrhunderten gewagt hatte, den angeblich so gastfreundlichen bayerischen Boden zu betreten. Es war doch wohl auch dem Dümmsten aller bayerischen Politiker im Umweltministerium klar, dass nach den Auswilderungsversuchen von Braunbären im Trentino die Möglichkeit bestehen könnte, dass sich ein Bär in bayerische Gefilde verirrt. Offensichtlich lag für diesen Fall nicht die geringste Problembewältigungsplanung vor. Für mich wieder einmal der Beweis, dass die Damen und Herren Politiker sich auf unsere Steuerkosten ein sehr bequemes Leben machen. Wo bleibt hier der grenzüberschreitende europäische Gedanke, die Zusammenarbeit der Alpenregionen auf dem so wichtigen Gebiet des Natur-und Artenschutzes? Konnte man sich nicht bei kanadischen Experten Rat holen? Und wie kann es denn möglich sein, dass dieser arme Bär durch Jäger mit Betäubungsgewehren nicht gestellt werden konnte, durch Jäger des Landratsamtes Weilheim aber sogar noch einen Tag vor der Abschußfreigabe? Hier muß von den entsprechenden Tierschutzverbänden rechtlich dagegen vorgegangen werden! Der Schütze muß zu einer hohen Geldstrafe verurteilt werden, die dem Bund für Natur und Umwelt zur Verfügung gestellt werden muß, um damit Projekte zu finanzieren, die sich auf die Lösung solcher Problemfälle beziehen.
Kai, 26.06.2006 16:36:12
Frau Merkel sagte letzte Woche, Deutschland sei ein Sanierungsfall.
Recht hat sie, auch wenn sie unsere Natur nicht ausdrücklich genannt hat.
Als letztes stirbt der Mensch und damit auch der politisch verantwortliche Minister Herr Schnappauf.
Ich wünsche eigentlich nie jemandem etwas Schlechtes, aber im Falle dieses Politikers mache ich mal eine Ausnahme.
Bergfex, 26.06.2006 17:46:33
Auch ich teile die allseitige Empörung zum Abschuß von JJ1,als hätten diese Typen schon lange auf der Lauer gelegen und nur auf die Freigabe zum Abschuß gewartet.Wenn es so eifach war den Bären abzuknallen,hätte man es nicht erst mit einem Betäubungsgewehr versuchen können?
bärenfreund, 26.06.2006 18:39:16
Ich muß meinen Ärger unbedingt Luft machen. Was für eine Sauerei. Was bilden die sich denn ein wer sie sind.
Ich wünsche wirklich diesen Schapphaus und diesen Bernhard, oder wie die auch immer heißen mögen, das sie auf die (Verzeihung für diesen Ausdruck)
die Fresse fallen und ich will das schlimmste dann hoffen. Sie sollen verflucht sein.
Mögen diese wohlweislichen Jäger ebenfalls an ihrem schlechten Gewissen leiden bis zur obersten Qual.
Zu allen Hohn wollen die das Tier auch noch ausstellen - als Jagdtrophähe, ja wie toll. Jeder soll sehen wie stark der Mensch doch ist. (Wir sind die großen Raubtiere - schön das wir Gewehre haben)
Was macht man eigentlich mit Problemmenschen - tötet man die auch, wenn sie nicht ins Raster passen. (Bitte um eine Meinung der Befürworter!!!)
Ist es nicht so, das wir als Menschen dem Bären und nicht nur ihn seinen Raum genommen haben - sind wir hier nicht die Eindringlinge. (Bitte ebenfalls eine Meinung der Befürworter, wie von dir Petromaxe) Ich denke, jeder Paläonthologe und Archäologe kann diese Tatsache bestätigen.
Für alle größeren Wildtiere ist damit Bayern auf Nimmerwidersehen abgehackt. Denn jedes Tier wird irgendwann einmal an einer menschlichen Siedlung vorbei kommen und dann wird der Finger auf diese arme Kreatur gezeigt werden. Übrigens weiß nicht jedes Kind, das ein Bär Honig mag.
Lernt zu mindestens daraus, es müssen unter anderer Federführung und nicht unter diesen Versagern ein Masterplan erstellt (ein Runder Tisch so zu sagen), Betreuer ausgebildet und Fonds eingericht werden, die sofort greifen können, das eine solche Katastrophe erst gar nicht mehr passieren kann.
_roro, 26.06.2006 18:56:58
Die Badenia Recent News (BRN) führte kürzlich ein Exclusiv Interview mit dem Braunbären Bruno. Der Treffpunkt mit dem Bären wurde geheimgehalten, aber was uns Bruno alias JJ1 zu erzählen hat ist höchst interessant.
BRN: Die Menschen haben Ihnen den Namen Bruno gegeben, werden Sie auch von Ihren Artgenossen so genannt?
Bruno: Zur Zeit bin ich noch Single und überhaupt ein Einzelgänger wie Sie vielleicht wissen... brmmmm, sagen Sie einfach Bruno zu mir.
BRN: In wenigen Tagen werden Sie zum Abschuss freigegeben, ist Ihnen das bewusst?
Bruno: Es ist mir bekannt und es betrübt mich sehr weil ich erstens den Menschen aus dem Weg gehe und zweitens noch nie einem Menschen was zuleide getan habe.
BRN: Aber es wird doch erzählt, dass Sie Menschen schädigen, weil Sie unter Anderem Schafe, Kaninchen und sogar Meerschweinchen von denen gerissen haben.
Bruno: Ja, das wird erzählt, aber das muss ja nicht stimmen! Glauben Sie mir, ich würde nie ein anderes Tier reißen und dann einfach so liegen lassen. Selbst als Allesfresser ernähre ich mich zu 90 Prozent vegetarisch und von Insekten. Und überhaupt ist der Begriff "Schädling" auch nur so eine Erfindung der Menschen.
BRN: Sie meinen, dass das Schauermärchen sind, die in Bayern über Sie erzählt werden?
Bruno: Sehen Sie, da haben wir wieder einen Begriff zu klären: "Schauermärchen" - sowas erzählen sich nur die Menschen. Unter uns Bären ist es nicht üblich Märchen zu erzählen. Im harten Kampf ums Überleben hätten wir für sowas überhaupt keine Zeit. Aber es ist ein schlimmes Unrecht, was mir und der ganzen Bärenheit derzeit angetan wird.
BRN: Bruno, ich danke Ihnen für Ihr offenes Gespräch, was die nächsten Tage im Internet erscheinen wird. Unser Treffpunkt bleibt geheim!
Bruno: Dafür danke ich Ihnen auch!
[BRN, 21.06.2006]
Disclaimer: BRN ist eine frei erfundene fiktive Nachrichtenagentur.
Mehr zum Bären aus meiner Sicht auf meinem Blog
http://rolfrost.de/cgi-bin/blog.cgi
Viele Grüße an Alle
baumi666, 26.06.2006 20:01:55
Herzlichen Glückwunsch!!! Hier kann man mal wieder sehen, dass in Deutschland die Kreatur nichts wert ist - es zählen nur die materiellen Verluste einiger Haustiere. Der Bär hat sich dieser leichten Beute nur zu gern bedient - der nächste Bär der nach Deutschland kommen wird, wird es wahrscheinlich genauso tun. Somit werden auch alle kommenden Bären wahrscheinlich wieder zum Abschuß freigegeben. Was machen denn die Bewohner in Kanada oder Alaska? Wenn dort ein Bär in eine Hütte eindringt wird er dort auch gleich erschossen? Was passiert in Afrika mit den Raubtieren, die ein Rind schlagen?
Dann können wir gleich alle "Schädlinge", die uns stören, ausrotten - es lebe der Mensch!!!
Tommy, 26.06.2006 20:27:28
Folgende Mail habe ich heute an den Bayerischen Landesjagdverband geschickt:
Hallo lieber Landesjagdverband,
ist es denn so populär reiche, schnöselige Jagdpächter (wie z.B. „Prof. Dr. Dr. Vollfrustriert“) auf die bayerischen Jagden los zu lassen? Es ist ja so super, einmal als Jäger, ein Bär in freier Wildbahn niederzustrecken, um in seinen Reihen damit zu prahlen!
Ich denke dies hat Euren Ruf nicht besonderst gefördert, schämt Euch!
Anbei zu diesem Forum meine noch folgendes:
Unser lieber Staatsminister Dr. Werner Schnappauf, war von 1985-1989 Abteilungsleiter an den Landratsämtern Miesbach und Lichtenfels, da kennt man schon die Eine und Andere Jagdseilschaft.
Wo kommen die drei "Jäger" den plötzlich des Abends am Sonntag den 25.06.2006 21.00 Uhr her und machen sich auf den Weg einen Bären zu töten? Natürlich aus dem Landkreis Weilheim-Miesbach und natürlich gilt für diese drei "Jäger" die Abschussfreigabe nicht, die erst zum Dienstag den 27.06.2006 in Kraft treten sollte! Natürlich, nur keine Namen dieser drei "Jäger" nennen, obwohl jeder deutsche Staatbürger ein Recht darauf hätte dies zu erfahren, wer will denn hier mit aller Gewalt die Spuren verwischen, abgesehen von Personenschutz?
"Bruno" hatte von Anfang an keine Chance!Jetzt zum Schluss, wird auch noch geheuchelt!
In Bayern herrscht halt noch Gesetzt und Ordnung?!
Bruno, du warst erst 2 Jahre alt und leider zu dumm dem Meschen fern zu bleiben, wir werden dich vermissen!
Hannes80, 26.06.2006 23:12:27
Also ich bin auch total bestürzt, traurig und beschämt, dass eine so grausame, brutale, tierverachtende und unmenschliche Tat wie die Erschießung des armen, sich vegetarisch ernährenden, kuscheligen, von den Medien getauften Braunbären Bruno in unserer heutigen modernen Zeit passieren kann! ALLES SCHWACHSINN!!! Natürlich denke ich nicht so, jeder normale Mensch sieht ein, dass der Abschuß von JJ1 bloß die logische Folge seines Handelns war. Auf jeden Fall ist es Schade um diesen Vertreter einer so selten gewordenen Rasse. Doch diejenigen von Euch, die jetzt lauthals protestieren und anderen Menschen Verletzungen oder gar schlimmeres wünschen, sollten einmal nachdenken was sie da so von sich geben! Es ist eine Frechheit von Euch, solche Kommentare überhaupt von sich zu geben! Habt Ihr schon mal in einer ruhigen Minute darüber nachgedacht was das überhaupt heißt, was ihr da veröffentlicht? Anscheinend nicht. Aber es entspricht dem Zeitgeist, denn zu konstruktiver Kritik sind sowiso nur noch die wenigsten fähig. Nichtsdestotrotz, es ist schade, dass es nicht gelungen ist, das Tier (nicht mehr und nicht weniger war der Bär!!!) anders in seine Schranken zu weisen, und es bleit nur zu hoffen das alle Beteiligten (sowohl Naturschutzorganisationen, als auch Jagdverband) etwas aus dem Vorfall gelernt haben. Letztendlich bleibt mir nur eines, nämlich dem unbekannten deutschen Jäger aus Österreich Weidmeinsheil zu wünschen.
bärenfreund, 27.06.2006 00:23:44 Kommentar zum Artikel von: Hannes80, 26.06.2006 23:12:27
Hallo Hannes!
Darauf muß ich unbedingt jetzt antworten. Meiner Meinung geht es in den vielen Aussagen hierbei nicht mehr allein um den Bären als solches - sondern um den Umgang mit der Natur, der Kontrolierbarkeit und Unvorhersehrbarkeit des eigenen Seins und seiner Umwelt und dem Umgang mit uns und derselben.
Aus dem Verhalten von Beginn an zeigt sich in welch einer katastrophalen Art und Weise wir, oder sagen viele sich befinden - eine völlige Distanz oder falsche Vorstellungen zu den umgebenen lebenden aber auch nicht lebenden Objekten entwickelt zu haben. Dieses drückt sich bis in den oberesten Fachgremien (so dem Umweltamt - die eigentlich besser wissen müssten) aus - und deshalb diese große Wut.
Übrigens weiß ich zumindestens genau was da in meinen Brief formuliert wurde - und es ist genau richtig so !!!
Überlege, und diese Fragen stelle ich dir noch einmal, welche in meinem Leserbrief ausgeführt wurden, 1. Geht man auch so mit einem verhaltensgestörten Menschen um - tötet man ihn, auch wenn er nicht in ein Raster passt. 2. Wer war ehr in unserer Landschaft, wer ist also der Ureinwohner dieser Wälder - überleg genau und wer ist der Eindringling. Diese Fragen kannst du dir nun selbst beantworten. Tschüß P.S.: Hätte natürlich vieles weiter ausführen können, ich lasse es aber.
migjag, 27.06.2006 16:13:55
Tja, nun ist es soweit. Erst laben sich irgendwelche Bergtouristen im TV daran, dass sie den Bären "hautnah" erleben durften, filmen ihn und kassieren für die Weitergabe an das TV auch noch Geld. Verraten den Aufenthaltsort des Bären und unterzeichnen dadurch auch sein Todesurteil. Mögen sie in Frieden das Geld geniessen! Weiterhin sollten wir Menschen doch nicht jammern: Wir erschliessen immer mehr Raum "nur" für uns! Da ist kein Platz mehr für irgendwelche Tiere die sich nicht an die menschlichen Spielregeln halten.
Da das Tier schon durch das italienische Zuchtprogramm Kontakt zu Menschen hatte, hat es natürlich nicht mehr die natürliche Angst vor uns gehabt. Das wurde ihm zum Verhängnis. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wenn die bayerische Regierung wirklich den Bären hätte lebend fangen wollen, dann hätte sie mehr Ehrgeiz gezeigt und sich nicht einer Lobby gebeugt. Ich rate Bayern ganz dringend, den Bären aus dem Wappen zu entfernen, denn er passt dort nicht hin!
Max+Tim, 27.06.2006 23:49:21
Wie heißt das Motto der Fußball-WM in Deutschland "Die Welt zu Gast bei Freunden". Dieses Motto gilt wahrscheinlich nicht für sogenannte "Problembären". In anderen Ländern (z.B. Kanada Grizzlybär) leben die Tiere mit den Menschen friedlich miteinander. Aber in Bayern ist dies nicht möglich! Wie schon der Verein Tierfreunde Hellabrunn sagte: "Es müßten Konsequenzen für den den «Schad-, Problem- und Risikominister» Schnappauf geben". Auch müßten die Jäger genannt werden, wenn sie ein reines Gewissen haben sollten.
Bären der Welt meidet Bayern, denn hier seid ihr nicht willkommen!!!
BrigitteGee, 28.06.2006 09:09:42
SCHAFZÜCHTER WEHRT EUCH
Der grausame Tod Eurer Schafe, diente lediglich als
Alibifunktion um den Bären als `Lust-Mörder`darzustellen.
Immer wieder wurden Helfer mit Narkosemöglichkeit ab-
gewiesen, auf Anrufe bei der Polizei NICHT reagiert.
Die Finnen ins Leere geschickt.
Eure Schafe könnten noch leben, der Abschuss stand vonAnfang an fest.
Als junger Bär hat er nur Innereien erhalten und kannte
nichte anders.
Wehrt Euch zeigt Schnappauf an.
Imker, 28.06.2006 11:59:39
Warum wird ein Bär in Deutschland (Bayern) getötet, der genauso in unsere Natur gehört wie Luchs und Wolf. Man könnte glauben Minister Schnappauf lebt noch im 18. Jahrhundert, wo alle Tiere die in Nahrungskonkurenz zum Menschen standen rücksichtiglos getötet und in Deutschland ausgerottet wurden. Man sollte Minister Schnappauf nach Hollywood schicken, dort passt er am besten hin. Dort könnte er mit Schwarzenegger den ganzen tag das schiessen auf Bärenfiguren aus Wachs üben.
Christoph, 29.06.2006 12:56:10
Mail-Aktion: Vorsorgen. Nie wieder ein Bruno (-Desaster)!
(27.06.2006)
Wenn Behörden in Bayern es nicht schaffen, einen zugewanderten und vom Umweltminister 'willkommen geheißenen' Bären und die Bevölkerung in der betroffenen Region angemessen zu managen, wie sollten dann Regenwaldländer es jemals schaffen, ihre Wälder zu retten und langfristig zu erhalten? Wir erwarten mehr von den bayerischen Behörden.
Dieser Text enthielt ggf. unerlaubte Wörter - diese wurden entfernt: dass der bär getötet wurde lässt mal wieder sehen wie wenig verständniss leider zuviele leute für das leben eines tieres im allgemeinen und im besonderen haben.
abschiessen war wirklich nicht nötig.aber wenn man gerne schiessen möchte muss man eben einen feind erfinden sonst kann man ja nicht schiessen.warten scheint auch keine tugend mehr zu sein,sonst wären w[+++++]einlich andere und bessere lössungen angetragen worden.
eine frage habe ich aber immer noch, hatte der bär eine marke oder chip von wo man seine herkunft ableiten kann?
ich habe nämlich den eindruk dass dieser bär nicht richtig wild war von seinem verhalten her gesehen.
was weiss man darüber?