Biologische Invasion gefährdet die Gesundheit der Menschen

26.07.2006 - Quelle/Text: pressetext.at

Eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten geraten immer mehr in den Fokus der Forschung. Das Bundesamt für Naturschutz schätzt den Schaden auf mindestens 100 Mio. Euro pro Jahr in Deutschland. Wissenschaftler aus Spanien, Irland, der Tschechischen Republik, der Schweiz und Deutschland stellen dazu ihre aktuellen Ergebnisse und Prognosen innerhalb des Europäischen Wissenschaftsforum ESOF vom 15. bis 19. Juli in München vor.

Verdrängung lokaler Arten

"Durch die eingeführten Tier- und Pflanzenarten werden die einheimische Arten lokal verdrängt", erklärt Ingolf Kühn vom Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ) im Gespräch mit pressetext. So führen beispielsweise veränderte Stoffflüsse zu einer höheren Stickstoffanreicherung und damit zu einer anderen Zusammensetzung der Pflanzenarten. Dabei wird eine Pflanze meist dominant.

Bei den Tieren sind es vor allem der Mink und die Flusskrebse aus Nordamerika oder die Zebramuscheln, die einheimische Tierarten verdrängen. Es gibt aber Gebiete, wo die Auswirkung stärker ist, als in anderen, so Kühn.

Risenbärenklau für Menschen gefährlich 

So stellt der Riesenbärenklau eine Gesundheitsgefährdung für den Menschen dar. Er enthält eine chemische Substanz in den Blätterhaaren, die bei Kontakt auf der menschlichen Haut in Verbindung mit Sonnenlicht Verbrennungen auslöst.

Die Ambrosie ist ursprünglich in den USA und Kanada heimisch. Durch den Flug- und Schiffsverkehr, aber auch mit Saatgut und Getreide wurde sie nach Ungarn, Polen, Südfrankreich, der Slowakei und Tschechien eingeschleppt. Über Österreich gelangt sie nun nach Süddeutschland und breitet sich weiter aus. Sie hat ein extrem hohes Allergiepotenzial und blüht sehr spät, erst im August. Damit verschiebe sich die Allergikerzeit noch einmal um vier Wochen nach hinten, erläutert Kühn.

Ein Zehntel der Bio-Invasoren überlebt 

Lediglich ein Zehntel aller zugewanderten Arten überlebt in ihrem neuen Siedlungsgebiet. Davon bringt ein Zehntel das Ökosystem aus dem Gleichgewicht und verursacht massive Schäden.

Ein Beispiel für importierte Pflanzen ist die Mahonie aus dem Nordwesten der USA. Wegen seiner Farbenpracht wurde der immergrüne Strauch schnell bei den Gärtnern in Europa beliebt. Doch inzwischen beschränkt sich die Pflanze schon lange nicht mehr nur auf die Gärten, denn Vögel verbreiten den Samen. Dadurch dominiert der Zierstrauch in einigen Teilen Ostdeutschlands bereits die Bodenregion ganzer Wälder und verdrängt dort die einheimischen Beerensträucher.

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_roro, 27.07.2006 16:17:03
Vielen Dank dass Sie das mal wieder in Erinnerung bringen! Eigentlich sollten solche Meldungen jeden Tag auf der ersten Seite jeder Zeitung stehen, genauso auch, wie der MENSCH die Vogelgrippe verbreitet!

Aber nein, namentlich von Politikern und verantwortungslosen Kolumnisten wird die Ausbreitung der Vogelgrippe den Zugvögeln in die Schuhe geschoben.

Und die Maßnahmen richten sich gegen die Natur, so wie besipielsweise die wahnwitzige Stallpflicht, die nichts aber auch gar nichts zur Verhinderung der Ausbreitung beiträgt.

Hier meine Zusammenfassung zur Vogelgrippe:

http://rolfrost.de/cgi-bin/blog.cgi?query_string=vogelgrippe

Gruß, Rolf

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