Bundeskabinett beschließt Förderung von Dieselrußfiltern

01.12.2006 - Quelle/Text: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Das Bundeskabinett hat am Donnerstagabend die steuerliche Förderung der Nachrüstung von Diesel-Pkw mit Rußpartikelfiltern beschlossen. Die Nachrüstung von Diesel-Altfahrzeugen soll danach rückwirkend ab 1. Januar 2006 mit einem Steuernachlass von 330 EUR gefördert werden. Umweltverbände begrüßten die Entscheidung, nachdem es zuerst nach einer Blockade durch die CDU/CSU-Fraktion ausgesehen hatte.

Ministerium hebt rückwirkende Förderung hervor

Autoverkehr
Dieselruß aus dem Autoverkehr trägt mit 15 bis 25 % Anteil an der Feinstaubbelastung

"Ich begrüße diese Entscheidung außerordentlich und appelliere an alle Beteiligten, das Gesetzgebungsverfahren nun zügig abzuschließen. Besonders wichtig ist, dass die rückwirkende Förderung ab dem 1. Januar 2006 beschlossen wurde", sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Astrid Klug. Die Verminderung der Emission von Dieselrußpartikeln ist ein wichtiger Beitrag zur Verringerung der Gesundheitsbelastung durch Feinstaub in der Atemluft, besonders in den Innenstädten.

330 Euro für Nachrüstung bis 2009

Das Gesetz soll zum 1. April 2007 in Kraft treten. Diesel-Pkw, die bis zum 31. Dezember 2006 erstmals zugelassen und in der Zeit vom 1. Januar 2006 bis 31. Dezember 2009 mit wirksamer Partikelminderungstechnik nachgerüstet werden, sollen eine befristete Steuerbefreiung im Wert von 330 Euro erhalten. Die Steuerbefreiung beginnt jeweils mit dem Tag, an dem die Voraussetzungen nachgewiesen werden; für Nachrüstungen bis 31. März 2007 einheitlich am 1. April 2007. Die technischen Anforderungen an die Partikelminderungstechnik sind in der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung geregelt.

Nicht nachgerüstete Diesel-Pkw werden mit Strafsteuer belegt

Nicht nachgerüstete Pkw mit Dieselmotor und erstmaliger Zulassung bis zum 31. Dezember 2006 sowie Neufahrzeuge, die nicht den künftigen Euro-5-Partikelgrenzwert von 5 mg/km einhalten, sollen in der Zeit vom 1. April 2007 bis 31. März 2011, also für vier Jahre, mit einem Zuschlag zur Kraftfahrzeugsteuer besteuert werden. Dieser Malus beträgt 1,20 Euro je 100 Kubikzentimeter Hubraum.

Rückwirkende Förderung soll zu schneller Umrüstung führen

Die rückwirkende Förderung sei nicht nur fair gegenüber denjenigen, die sich bereits ohne staatlichen Zuschuss für die Umwelt engagiert haben. Sie ermöglicht auch, zügig mit der Nachrüstung zu starten. "Ich appelliere an die Fahrerinnen und Fahrer von Diesel-Pkw, nicht bis zum Frühjahr zu warten, sondern spätestens nach Verabschiedung des Gesetzes durch Bundesrat und Bundestag mit der Umrüstung ihrer Fahrzeuge zu beginnen", sagte Klug.

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Oggy, 11.12.2006 11:41:01
Was für eine Verarsche!

Dieses Gesetz ist doch total sinnlos. Förderung nennt man das?! HAHA! Das ich nicht lache.

1. Erstmal müssen alle Halter von Diesel Pkws mehr Steuern bezahlen. Obwohl sie das ja ohnehin schon tun.
Für meinen Passat sind das im Jahr 22,80€ mehr. Sind in 4 Jahren 91,20€.
So kommt der Staat auch zu seinem Geld. Und keiner meckert!!!! Das man damit natürlich nur die Förderung ausgleicht will ist schon klar.

2. Die Vergünstigung beläuft sich auf lächerliche 330€

Der Filter kostet ca. 600,-€ + Einbau + Eintragung bei der Zulassungsstelle. Ich denke also etwa 1.000,-€ insgesamt. Minus 330,-€ sind dann also 670,-€ für den Filter beim Nachrüsten.
Eine Nachrüstung ist meiner Meinung nach viel zu teuer. Wirklich Glück haben nur jene die schon Nichtraucher sind.
Auch die Sache mit dem höheren Wiederverkaufswert ist doch Blödsinn. Was soll der Passat den 2011 noch wert sein?

Und was ist eigentlich nach 2001? Da dürfen dann alle den höheren Steuersatz zahlen oder was?!

Ich würde meinen Passat ja gerne Nachrüsten aber bei einer solchen Mogelpackung bestimmt nicht.

Was der Staat hier für den Immissionsschutz tut ist absolut lächerlich (siehe Raucherschutz).

Man müsste die Last auf drei Parteien verteilen. Der Staat fördert durch Steuernachlässe. Der Halter beteiligt sich an den Kosten und der Autohersteller sorgt für den kostenfreien Einbau.

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