Chemierückstände in Alzfischen nachgewiesen

12.12.2006 - Quelle/Text: News Aktuell GmbH

Die Fische im oberbayerischen Fluss Alz sind offensichtlich mit Chemierückständen belastet. Das hat eine Untersuchung ergeben, die das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung in Freising im Auftrag des BR-Hörfunksenders Bayern 1 durchgeführt hat.

Zwei perfluorierte Tenside nachgewiesen

In der untersuchten Probe wurden sowohl Perfluoroktansäure (PFOA)  als auch Perfluoroktansulfonat (PFOS) nachgewiesen. Beide Substanzen gehören zur Gruppe der perfluorierten Tenside (PFT). Sie werden unter anderem zur Herstellung von wasser- oder schmutzabweisenden Beschichtungen verwendet und stehen im Verdacht Krebserkrankungen zu  fördern.

Chemiefirma leitet Stoff seit Jahren in den Fluss

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte vor vier Wochen aufgedeckt, dass das Wasser der Alz mit PFOA belastet ist, weil eine Chemiefirma aus dem Industriepark Gendorf im Landkreis Altötting den Stoff seit Jahren in den Fluss einleitet.

Legale Einleitung: Kein Grenzwert 

Das Unternehmen handelt jedoch völlig legal, da es bisher keinen entsprechenden Grenzwert gibt. Woher nun allerdings die PFOS-Rückstände stammen, ist noch unklar.

Bayerisches Landesamt kündigt Untersuchung an

Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz hatte nach der Aktion der Umweltschützer angekündigt, die Fische in der Alz untersuchen zu lassen. Bisher hat das Landesamt jedoch noch keine Ergebnisse veröffentlicht.

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Double Jay, 07.01.2007 18:29:19
Ich bin seit über 35 Jahren im Umweltschutz engagiert - sowohl als aktives Mitglied in Umweltschutzverbänden als auch als Selbständiger Ingenieur und Koordinator eines interdisziplinären Projekts "Umwelt und Gesundheit". Wir haben festgestellt, daß die EINZELNE EINLEITUNG, die EINZELNE Emission usw. usw., für sich betrachtet, wohl keine direkte und akute Bedrohung der Gesundeit der Bevölkerung BEDEUTETE, aber die SUMME der Belastungen schon vor vielen Jahren eine SCHLEICHENDE VERGIFTUNG der Bevölkerung eingeleitet hat, die nach unseren Einschätzungen bald zu einem Zusammenbruch der Abwehrlage in der Bevölkerung führen wird. Ähnlich der lange verleugneten und belächelten Klima-KATASTROPHE.
Kontakt: Deutsche Umwelt- und Gesundheits-INITIATIVE e.V., gemeinn. Förderverein, Höchster Markt 5, 65929 Frankfurt a.M.

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