Forenbeitrag:

Artenschutz
Spendenaufruf für die Allee Rüdnitz- Danewitz
04.11.2006 21:44:23 von Andreas_Steiner

Die Allee Rüdnitz- Danewitz ist eine der ältesten und schönsten, noch zusammenhängenden Ahornalleen im Land Brandenburg. Mit ihrem geschlossenen Kronendach stellen die 726 Bäume einen wertvollen Landschaftsbestandteil und ein touristisches Highlight im Barnim dar.

Im Zuge von Straßenverbreiterungsarbeiten will die Kreisverwaltung Barnim die Allee komplett beseitigen. Über 2 Millionen Euro an EU- Mitteln sollen in ein schlecht vorbereitetes Projekt verbaut werden. Für die insgesamt 4.700 Meter lange Kreisstrasse, die lediglich von etwa 250 Fahrzeugen pro Tag frequentiert wird, würden die Kosten in den zwei Bauabschnitten damit mehr als 400 Euro pro laufendem Meter betragen. Tatsächlich aber wäre die deutlich günstigere Erneuerung der Fahrbahnoberfläche aus verkehrstechnischer Sicht völlig ausreichend.
Die Komplettrodung der mehr als hundert Jahre alten, überwiegend vitalen Alleebäume würde eine Naturzerstörung ungeahnten Ausmaßes bedeuten. Hinzu kommt, dass „Dämme eingerissen werden“ und es zukünftig um den Schutz weiterer Alleenaltbestände in Brandenburg schlecht bestellt wäre. Ein Präzedenzfall und ein Politikum also.

Die neuesten politischen Entwicklungen in der Angelegenheit Allee Rüdnitz- Danewitz sind besorgniserregend. Noch vor zwei Wochen schien sie gerettet zu sein. Dann vollzog das Landesumweltamt (LUA) eine Kehrtwende und hat sich in der Frage der Alleefällung plötzlich für nicht zuständig erklärt. So gab das LUA, vermutlich auf Druck des Umweltministers Dietmar Woidke, die Entscheidungsbefugnis unverständlicherweise an die Kreisverwaltung Barnim zurück. Nun besteht die Gefahr, dass die Untere Naturschutzbehörde erneut dem Antrag des Bauordnungsamtes für die Komplettrodung eine Genehmigung erteilt. Ein Paradoxon: Denn die Behörden des Landesumweltamtes haben sich lediglich in der Sache für nicht zuständig erklärt, keineswegs jedoch ihre fachlich fundierten Argumente zurückgezogen, die eine Beseitigung der Allee aus naturschutzrechtlichen sowie aus Gründen des Gemeinwohls verbieten.

Nun wird die letzte Möglichkeit für den Erhalt der Allee wohl nur noch im Klageweg liegen. Als gemeinnütziger, anerkannter Naturschutzverband erklärte sich die Grüne Liga Brandenburg e.V. bereit, rechtliche Schritte einzuleiten. Allerdings ist sie auf Spenden angewiesen. Eigene Mittel sind nicht vorhanden.

Ich möchte Sie daher eindringlich bitten, für den Erhalt der Allee zu spenden. Die zweckgebundenen Spenden können steuerlich geltend gemacht werden. Ich habe bereits einen Betrag auf das Spendenkonto überwiesen und damit den ersten Schritt getan. Meine Mitstreiter und ich sind als Alleenbefürworter für jeden gespendeten Euro dankbar. Denn dieser Naturfrevel muss verhindert und der Steuergeldverschwendung als Folge einer blinden Fördermittelpolitik Einhalt geboten werden.
Weitere Hintergrundinfos finden Sie bei www.google.de unter dem Stichwort "Allee Rüdnitz-Danewitz".

Das Spendenkonto:

Grüne Liga Brandenburg e.V.
Kontonummer 2000 55 000
VR Bank Lausitz, BLZ 180 626 78
Stichwort: Allee Rüdnitz- Danewitz

Vorab herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

Dr. Andreas Steiner (SPD),
Sachkundiger Einwohner im Ausschuss für Landwirtschaft, Umweltschutz und Abfallwirtschaft (A5) des Kreistages Barnim

Kommentieren Sie diesen Eintrag!
HTML und sonstiger Code wird automatisch gelöscht - desweiteren wird der Text nach 4000 Zeichen abgeschnitten. Einfache Zeilenumbrüche werden dargestellt!
Um Beiträge zu schreiben, bitte hier anmelden!

© Umweltschutz-NEWS.de - Eine Seite des UmweltschutzWeb.de-Netzwerks

startseite