500 eingeschleppte Tierarten auf den Inseln
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Echse
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Die für den Tourismus notwendige Zuwanderung bringe jedoch zahlreiche Probleme auf Galapagos, so Studienleiter José Gonzalez. "Trotz verbesserter Quarantänesysteme gibt es heute schon fast 500 eingeschleppte Tierarten auf Galapagos, das ist um fast 200 mehr als noch vor zehn Jahren. Diese nehmen schnell das umliegende Land in Besitz und dringen auch in geschützte Gebiete ein. Zudem gefährden Landwirtschaft und Rinderzucht die Arterhaltung und Nachhaltigkeit", betont Studienleiter José Gonzalez. Auch die Zahl neuer Pflanzenarten übertreffe bereits die der ursprünglich einheimischen Pflanzen und bedrohe besonders die labilen Ökosysteme in den feuchteren Höhenregionen des Archipels. An Finanzmitteln fehlt es nicht
An Naturschutzmaßnahmen fehlt es der Insel nicht. Das jährliche staatliche Budget der Nationalparks beträgt derzeit zehn Mio. US-Dollar, die externe Unterstützung von Naturprojekten liegt noch darüber. "Doch zusätzliches Geld alleine bringt trotz der großen Probleme noch keine Lösung", so Gonzalez. Gelöst werden müsse zuerst die soziale Krise der Inselgruppe. Bisweilen in Gewaltszenen ausartende Fischerstreiks sowie die Unstimmigkeiten der hier ansässigen Institutionen untereinander und mit der Bevölkerung nehmen zu. Wichtige Positionen wie die der Nationalparkleitung seien 2002 elfmal gewechselt worden, was das Vertrauen der Unterstützer sinken lasse. "Ein langfristiges Konzept muss die Bevölkerung bei Entscheidungen und Planung einbinden und die besiedelten Zonen berücksichtigen." Darüber hinaus fordert der spanische Ökologe verstärkte Bemühungen für transdisziplinäre Wissenschaft. |