Energie soll eingefangen und weiterverwertet werden
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| © Sebastian Lorenz |
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Rechenzentren verbrauchen viel Energie
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"Das neue Telehouse-West-Datenzentrum wird einen innovativen Weg eröffnen, wie die entstehende Abwärme eingefangen und für andere Zwecke weiterverwertet werden kann", erklärt Bob Harris, Technical Services Director bei Telehouse Europe. Auf diese Weise könne das Unternehmen nicht nur die eigenen Energiekosten reduzieren, sondern den Umweltschutz und die lokale Community unterstützen. Ähnliches Konzept scheiterte in Österreich
"Derartige Konzepte sind mittlerweile nicht mehr ganz neu. Auch in Österreich gab es bereits Pläne, ein öffentliches Schwimmbad durch die Abwärme eines Datenzentrums zu beheizen", stellt Andreas Neuhold, Product Sales Lead, Systems Practice bei Sun Microsystems, im Gespräch fest. Die Umsetzung der ambitionierten Idee sei letztendlich allerdings aufgrund des Protests der Anrainer gescheitert. Steigende Energiekosten treiben Suche nach effizienten Lösungen Trotz des Umstandes, dass viele ähnliche Konzepte bislang lediglich auf dem Papier bestehen würden, zeige sich deutlich, dass das Thema Energieeffizienz und Umweltschutz im IT-Bereich zunehmend an Bedeutung gewinne. "Wenn man sich ansieht, wie stark die Energiekosten in diesem Umfeld in letzter Zeit gestiegen sind, ist es nur verständlich, dass sich die Unternehmen verstärkt nach effizienteren Lösungen umsehen", meint Neuhold. Das aktuell in Großbritannien vorgestellte Projekt sei in dieser Hinsicht sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. "Der Trend geht eindeutig zu einem ganzheitlicheren Denken. Dieses beinhaltet auch die Bestrebung, Energie nicht sinnlos verpuffen zu lassen, sondern wieder zielgerichtet ins System zurückzuführen. Schlussendlich entsteht so ein in sich geschlossener Kreislauf, der für die Unternehmen massive Kostenersparnisse mit sich bringen kann", erläutert Neuhold. Grünes Konzept ermöglichte erfolgreiche Beantragung des Bauvorhabens
Laut den beiden beteiligten Projektpartnern ist das Telehouse West das erste größere Datenzentrum, das in London eine Baubewilligung bekommen hat, nachdem sich die Gesetzgebung in Bezug auf Umweltschutzkriterien drastisch verschärft habe. Hauptverantwortlich für den positiven Bescheid der zuständigen Stadtbehörde sei sicherlich das nachhaltige Konzept des neuen Rechenzentrums. "Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es von EU-Seite in dieser Hinsicht mittelfristig spezielle Richtlinien für Datenzentren geben wird. Nachhaltige Ansätze wie das Projekt in Großbritannien haben deshalb sicherlich Zukunft. Man darf dabei allerdings nicht vergessen, das so etwas nur funktionieren kann, wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen", so Neuhold abschließend. |